Geschichte und Rassemerkmale der Französischen Bulldogge
Herkunft der Französischen Bulldogge
Der heute gültige FCI-Standard nennt Frankreich als Ursprungsland. Er beschreibt die Rasse als Ergebnis verschiedener Kreuzungen, die Züchter in den Pariser Stadtvierteln des 19. Jahrhunderts vornahmen. Der erste Rasseclub entstand 1880 in Paris; die erste Eintragung folgte 1885.
Um 1880 begann in Paris die planmäßige Zucht, 1898 wurde die Rasse offiziell anerkannt. Von Frankreich aus eroberte die Französische Bulldogge Europa und Amerika. Auch Künstler und Adelige schätzten die charmanten Begleiter mit den charakteristischen Fledermausohren.
Wesen und Eigenschaften
Französische Bulldoggen werden häufig als kontaktfreudige, verspielte Begleithunde erlebt. Das Verhalten eines einzelnen Hundes hängt jedoch auch von Genetik, früher Sozialisierung, Haltung, Training und Erfahrungen ab. Ein ruhiges Kennenlernen ist aussagekräftiger als pauschale Rasseversprechen.
Als Begleithund braucht sie regelmäßigen Kontakt, Beschäftigung und ihrem Gesundheitszustand angepasste Bewegung. Ob sie zu einer Familie, zu anderen Tieren oder zum Leben in einer Wohnung passt, muss immer individuell beurteilt werden.
Aussehen
Die Französische Bulldogge ist ein kleiner, muskulöser und kompakter Hund mit kurzem Fell, breiter Brust und aufrecht stehenden Fledermausohren. Der gültige FCI-Standard beschreibt eine kurze, breite Schnauzenpartie, gut geöffnete Nasenlöcher und schließt Hunde mit Atemnot aus. Vom äußeren Erscheinungsbild allein lässt sich die Atemfunktion dennoch nicht sicher beurteilen. Für Größe und Gewicht nennt der Standard folgende Bereiche:
- Rüden – etwa 9 bis 14 kg
- Hündinnen – etwa 8 bis 13 kg
- Widerristhöhe – etwa 24 bis 35 cm
Trotz ihrer kompakten Größe wirkt die Französische Bulldogge kraftvoll und athletisch. Ihr kurzes, glattes Fell ist pflegeleicht und glänzend.
Pflege
Die Französische Bulldogge ist insgesamt pflegeleicht. Das kurze Fell benötigt nur gelegentliches Bürsten. Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle und Reinigung der Gesichtsfalten, der Ohren und der Rute, damit sich dort keine Entzündungen bilden. Wegen der Hitzeempfindlichkeit sollten Spaziergänge im Sommer in die kühleren Morgen- und Abendstunden gelegt werden.
Gesundheit
Gesundheit und Lebenserwartung unterscheiden sich individuell. Als brachyzephale (kurznasige) Rasse haben Französische Bulldoggen ein erhöhtes Risiko für Probleme unter anderem an Atemwegen, Augen, Haut und Wirbelsäule. Geräuschvolle Atmung in Ruhe oder bei leichter Belastung sollte nicht als rassetypisch verharmlost, sondern tierärztlich abgeklärt werden. Ein passendes Körpergewicht, Schutz vor Hitze und regelmäßige tierärztliche Kontrollen sind wichtig.
Farben
Zu den im Rassestandard beschriebenen Farben gehören Fawn (falbfarben), gestromt (Brindle) und gescheckt (Pied), jeweils mit oder ohne Maske. Daneben werden Sonderfarben wie Blue, Chocolate, Isabella, Lilac oder Merle angeboten, die nicht automatisch dem jeweils geltenden Zuchtstandard entsprechen. Farbe darf nie wichtiger sein als Gesundheit und funktionale Anatomie.